Stefanos Bulletin Board
URL: http://www.bannjongg.com/cgi-bin/sbb/sbb.cgi?&a=show&forum=61&show=17
Thema: Frieden lernen in Gaza – Zum Internationalen Jahr der Aussöhnung Teil IV. Frieden lernen

icon1 Frieden lernen in Gaza – Zum Internationalen Jahr der Aussöhnung Teil IV. Frieden lernen Datum: 20.01.2009, 15:59
Wilfried John (Silber Super-Member)
Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft der Starken. Mahatma Gandhi

1. Allgemeines

Allzu oft schon haben sich ganze Völker vor den Karren von Macht-
und/oder Religionsfanatiker spannen lassen, die ihnen erfolgreich
eingeredet hatten, dass unüberbrückbare Gegensätze, unüberwindbare
Hindernisse und untolerierbare Andersartigkeiten gäbe, denen man
entgegentreten müsse; oft genug wurden die Gegner zu Erzfeinden
stilisiert.

Solange sich das die Leute gefallen lassen oder bis sie eines Besseren
belehrt werden, bleiben solche Zustände/Probleme ungelöst.
Aber ungelöst bedeutet nicht gleichzeitig unlösbar.

Anfangs des 20. Jahrhundert unserer Zeitrechnung konnte sich sowohl
in Frankreich und schon gar nicht in Deutschland jemand vorstellen,
dass einmal gerade diese beiden Völker den Kern eines Europas bilden,
das intern keine bewaffneten Konflikte mehr austrägt.

Beispielhaft lässt sich auch die Annäherung zu Polen und Russland
anführen. Und noch fast am Ende dieses 20. Jahrhunderts, hätte kaum
ein Mensch darauf gewettet, dass nach einer revolutionären
Machtumwälzung in der Republik Süd-Afrika, ein Weißer unverletzt aus
dem Land kommt, geschweige denn, dass Schwarze und Weiße
weitestgehend problemlos im Lande zusammen leben.

Das was dies dennoch möglich gemacht hat, war die Aussöhnung. Die
Aussöhnung hat ehemalige Erzfeinde zu Freunden werden lassen, denen
es heute kaum mehr vorstellbar wäre, mit der Waffe in der Hand
aufeinander loszugehen, wie das auf den Schlachtfeldern von Sedan bis
Verdun millionenfach geschah.

Die Aussöhnung hat es möglich gemacht, dass den Schwarzen in Süd-
Afrika heute nicht das Blut von Hunderttausend Weißen an den Händen
klebt.

Je nachdem in welchem Umfeld sie stattfinden (sollen) und welche
Vorgeschichte ihnen zugrunde liegen, sind Aussöhnungsprozesse
zwischen Nationen, Religionen und Kulturen, ehemaligen Kriegsgegnern,
Opfern und Tätern sowie zwischen Generationen gewiss langwierig
und/oder schmerzhaft.

Es erfordert Mut, Überwindung und Geduld (und damit Zeit), einen
Graben zu überwinden, eine Mauer einzureißen, ein Schweigen zu
brechen. Manchmal sind die Fronten so verhärtet, dass sie schon zu
tradierten Vorurteilen geworden sind und manchmal sind es erst die
Kinder oder Enkel, die einen alten Konflikt beenden können.

Dass aber Aussöhnungsprozesse auch hoffnungsvoll und aussichtsreich
sein können, habe ich oben schon an zwei Beispielen versucht zu zeigen.
Viel, vielleicht das entscheidende, hängt aber an Personen, die
stellvertretend für solche Prozesse stehen und die Identifikationsfiguren
sind.

Das waren für mich im Nachkriegs-Deutschland (bei aller Kritik auf
anderen Politik-Feldern) Leute wie Adenauer, Schumacher oder später
Brandt und auf Seiten Frankreichs ist vor allem de Gaule zu nennen, dem
man das am wenigsten zugetraut hätte.

2. Frieden stiften

Zunächst ist es natürlich erforderlich, dafür zu sorgen, dass alle
Kampfhandlungen beendet werden. Alle am Konflikt beteiligten
müssen ihren Beitrag dazu leisten… und wenn ich sage alle, dann meine
ich nicht nur Israelis und Palästinenser, sondern vor allem auch die alten
und neuen Kolonialmächte GB, USA, Russland und die EU unter
Einbeziehung der regionalen Mächte wie Iran, Syrien, des Libanon und
natürlich Ägypten.

Vorbehalte und Bedingungen für die Aufnahme von multilateralen
Verhandlungen zu stellen, ist untauglich; wie ich im Teil II. dieses Artikels
schon zeigte, führen solche Zwangsinstrumentarium doch nur wieder und
wieder zu Gewalt.

Kriege enden spätestens, wenn die Munition verschossen ist oder die
Waffen nicht mehr funktionieren. Also sollte es sofort einen allgemeinen
Stopp aller Waffenlieferungen in die Region geben.

Vor allem in den Herkunftsländern dieser Waffen, z.B. Deutschland,
müssen endlich die eigenen politischen Vorgaben, keine Waffen in
Krisengebiete zu liefern, eingehalten werden und Verstöße dagegen
rigoros geahndet werden.

International operierende Waffenhändler sind den Geheimdiensten
bekannt; es sollte nicht sehr schwer sein, diesen Sumpf auszutrocknen.

Es nutzt nichts Abrüstungsabkommen zu schließen, aber anstatt die
abgerüsteten Waffen zu verschrotten, sie sozusagen in den Kreislauf
der Zweitverwertung zu schleusen.

Nach der totalen Katastrophe des 2. Weltkriegs haben es die
Siegermächte verstanden, in kurzer Zeit einen umfangreichen Plan
zum Aufbau des größtenteils zerstörten Europas zu entwickeln und zu
beschließen (über die damaligen Motivationen im Einzelnen müssen wir
zunächst einmal nicht reden – was zunächst zählt, ist die humanitäre
Seite).

Es wäre also an der Zeit, dass gerade die Mächte, die seit Jahrzehnten –
oder wie im Falle GB über einem Jahrhundert – Vorteile und/oder Profit
aus der Region und dem Konflikt ziehen, nun eine Friedens-Dividende
ausschütten.

In einem Artikel von kapverd hier auf dieser Plattform habe ich im
Zusammenhang mit von Menschen verursachten Schäden, den äußerst
interessanten Gedanken an das Prinzip der Durchhaftung gefunden.

Dieses Prinzip ist grundsätzlich gemeint, wenn man einen anderen Begriff
hört: Verursacherprinzip (im Umweltschutz). Wenn ich mir vorstelle, dass
man die Nutznießer von Menschenrechtsverletzungen, Kriegshandlungen
und -verbrechen zur Rechenschaft ziehen und sie für die entstandenen
Schäden haftbar machen könnte (Schadenersatzpflicht), dann wird mir
ganz schwindelig...

3. Konfliktbewältigung

Frieden zu leben ist keine Selbstverständlichkeit. Dass dies nicht nur in
Ländern gilt, in denen Krieg herrscht, zeigen viele Konflikte – auch z.B.
innerhalb Deutschlands. Denn „Frieden“ ist mehr als die Abwesenheit
von Krieg.

Rassistische Auseinandersetzungen, gewaltvolle Konflikte zwischen
Andersgläubigen, oder auch nur der Streit zwischen Nachbarn, all dies
behindert ein friedvolles Miteinander. Es gilt, die Ursachen zu beheben,
die diesen Zustand verhindert und Maßnahmen zu unterstützen, die
Frieden herstellen und sichern.

Dazu gehört es in Palästina, einen Zustand herbei zu führen, der
einerseits die wirtschaftliche Entwicklung der Palästinenser fördert, damit
sie an den Aufbau ihres Landes gehen können, und andererseits, die
schlimmen Fakten zu beseitigen, an denen sich immer wieder neuer
Streit entzünden kann; z.B. illegale Siedlungen und die Grenzmauer auf
palästinensischem Boden.

Gleichzeitig müssen Friedens-Projekte – die es sowohl auf israelischer
als auch auf palästinensischer Seite jetzt schon gibt – gefördert werden.

4. Initiative

Alle am Konflikt beteiligten sind Mitglied der Vereinten Nationen. Leider
haben die Vereinten Nationen keine direkten Sanktionsmöglichkeiten für
jene Mitglieder, die ihre Beschlüsse nicht einhalten. Einzig die Mitglieder
des Sicherheitsrates hätten die politische Macht für die Durchführung der
Resolutionen zu sorgen; sie sind die Starken, von denen Mahatma
Gandhi in oben angeführtem Zitat sprach.

Zunächst muss dafür gesorgt werden, dass die 65 schon seit langem
gefassten Resolutionen gegen Israel zur Geltung kommen (siehe auch
Teil I. dieses Artikels).

Zudem hat die Generalversammlung der UN am 13. November 2006
einen wegweisenden Beschluss gefasst, der gerade das Jahr 2009 zu
einer Chance für den Frieden in Palästina werden könnte.

Auf Initiative der Lateinamerikanischen Länder Argentinien, Brasilien, El
Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua, die auch von Chile und
anderen unterstützt wurde, wurde das Jahr 2009 zum Internationalen
Jahr der Aussöhnung ausgerufen.

Weil ich dem Resolutionstext nicht hinzuzufügen habe, möchte ich diesen
Text (Vereinte Nationen A/61/L.22) der geneigten Öffentlichkeit
vollständig zur Kenntnis geben:

Internationales Jahr der Aussöhnung 2009

Unter Berücksichtigung der Charta der Vereinten Nationen,
einschließlich der darin enthaltenen Zwecke und Prinzipien, im
Besonderen derjenigen, welche die kommenden Generationen durch
friedvolle Mittel vor der Geißel des Krieges bewahren sollen, und im
Einklang mit den Prinzipien von Gerechtigkeit und internationalem Recht,
der Beilegung und Schlichtung von Debatten und Situationen, die zu
Friedensbruch führen könnten und indem Toleranz und friedliches
Zusammenleben als gute Nachbarn miteinander praktiziert wird, so dass
freundliche Beziehungen zwischen den Nationen entwickelt und
internationale Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen
und humanitären Bereichen gefördert werden,

In Anerkennung, dass Aussöhnungs-Prozesse besonders
notwendig und dringend sind in Ländern und Regionen der Welt, in
denen Menschen Konfliktsituationen erlitten haben oder noch erdulden,
welche die Gesellschaften in verschiedenen internen, nationalen und
internationalen Aspekten spalteten,

Auch in der Erkenntnis, dass zahlreiche Aktivitäten des Systems
der Vereinten Nationen im Allgemeinen und der internationalen
Gemeinschaft im Ganzen zur Initiierung und Entwicklung von
Aussöhnungs-Prozessen führen, indem sie u.a. Friedenserhaltung und
Friedensbildung, Konfliktprävention, Abrüstung, nachhaltige Entwicklung,
Menschenrechte und Würde, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und
Regierungsführung unterstützen,

Im Bewusstsein, dass für den Dialog zwischen Gegnern Respekt
und Toleranz grundlegende Elemente für Frieden und Aussöhnung sind,

Ferner in dem Bewusstsein, dass Wahrheit und Gerechtigkeit
unerlässliche Elemente für das Erreichen von Aussöhnung und
dauerhaften Frieden sind,

Unter Berücksichtigung der Rolle der Medien bei der Bericht-
Erstattung über Aussöhnungs-Prozesse,

In der Überzeugung, dass die Verabschiedung eines
Internationalen Jahres der Aussöhnung am Ende der ersten Dekade
des neuen Millenniums der internationalen Gemeinschaft die Gelegenheit
gibt, unter aktiver Beteiligung aller Beteiligten Anstrengungen zur
Entwicklung von Aussöhnungs-Prozessen unternehmen, die notwendig
und eine Bedingung für das Errichten eines festen und dauerhaften
Friedens sind,

1. drückt die Generalversammlung ihre feste Entschlossenheit aus,
Aussöhnungs-Prozesse in jenen Gesellschaften zu verfolgen, welche von
Konflikten betroffen und/oder durch diese gespalten sind;

2. beschließt die Generalversammlung, das Jahr 2009 als Internationales
Jahr der Aussöhnung auszurufen;

3. lädt die Generalversammlung betroffene Regierungen,
Internationale Organisationen und Nicht-Regierungsorganisationen ein,
Aussöhnungs-Prozesse zwischen in Mitleidenschaft gezogenen und/oder
gespaltenen Gesellschaften zu fördern, adäquate kulturelle,
erzieherische und soziale Programme zu planen und umzusetzen, um
Aussöhnung als Konzept zu unterstützen, was auch das Durchführen
von Konferenzen und Seminaren sowie das Verbreiten von Informationen
zu diesem Thema beinhaltet.

5. Schlusswort

Das Schusswort möchte ich dem Vorstand/Leiter Internationales und
UNO Angelegenheiten; NGO Hauptbevollmächtigter Foundation for
Subjective Experience and Research, S.E.R., Romulo V. Tajon, geben,
der in einem Aufsatz „Die Herausforderung des Jahrtausends“ über
Versöhnung geschrieben hat:

I. Versöhnung

Die menschliche Begeisterung zu lernen und zu erfinden ist unstillbar.
Veranlasst und angetrieben durch innere Faszination das mystische
Reich der sinnlichen und biologischen Welt zu enträtseln, wagte sich der
Mensch in metaphysische Bereiche vor, um die kosmischen Einflüsse der
himmlischen Gestirne und weit mehr auszunutzen, und sich dienstbar zu
machen.

Das Streben blieb jedoch nicht hier stehen. Es geht weiter in das
Labyrinth des Geistes auf der Suche nach der spirituellen Synthese
zwischen Licht und Dunkelheit, Ignoranz und Glückseligkeit, zwischen
Leben und Tod.

Somit beginnt ein neuer Prozess der menschlichen Entfaltung da wo
Evolutionärer Prozess endet: Beim Involutionsprozess – dem Anknüpfen
an die Kraft des Geistes.

Aus der Geschichte hat die Menschheit gelernt, dass sie nicht nur eine
Aufzeichnung der modernen Zeiten und der lebenden Vergangenheit ist,
sondern den Kampf darstellt zwischen Dummheit und Großmut, zwischen
egozentrischen Ideen und erleuchteten Idealen.

So hat der menschliche Geist das reiche und vielfältige kulturelle Erbe der
Menschheit nicht nur entschlüsselt, sondern auch wahrgenommen wie
diese Vielzahl und Verschiedenheit zu Konflikten und Konfrontationen in
privaten und öffentlichen Bereichen geführt hat.

Im Bewusstsein dieser Realität hat er Wege und Mittel eingeführt, die
Barrieren von Farbe, Rassen und Eigenarten zu transzendieren und
dieses Erbe zu einem Reservoir aus angeborenen Kraft Reserven zu
machen.

Fortan nahm der bewegliche, menschliche Geist den negativen Anstoß
der Realität als Herausforderung. Erstaunt über den enormen positiven
Placebo Effekt, entstanden.

II.

durch kollektives Gemeinschafts-Netzwerk, wurde das menschliche
Streben nach Recht und Gerechtigkeit, Selbstrespekt und Würde
aufrechterhalten. In einigen monumentalen Dokumenten wie dem
Hammurabi Codex (einer Rechtssammlung König Hammurabis von
Babylon 1810 v. Chr. bis 1750 v. Chr.), sowie der Magna Charta der
Menschenrechte der Vereinten Nationen wurde die Beherrschung von
objektivem Wissen und subjektiver Weisheit für Freiheit, Gerechtigkeit
und Glück erstrebt.

Die Notwendigkeit weiter zu lernen und zu erfinden dauert an und führt
zu irreversiblen, umgestaltenden Werken. Aus diesen historischen
Fakten lernend, organisierte die Menschheit wirkungsvolle und
erneuernde sozio-ökonomische und politische Systeme, die die Qualität
des menschlichen Lebens erheben und vorwärts bringen sollten.

Die Vereinten Nationen sind der Inbegriff dieses unauslöschlichen
Strebens. Auferstanden aus den Aschen des zweiten Weltkrieges
wurden sie zur Verkörperung der Familie der Nationen.

Von da an gingen sie durch die Wirren der Diplomatie und Kraftspiele,
verkündeten über die Jahre hinweg Normen für globales Verhalten in
auswärtigen Beziehungen und suchten nach Wegen und Mitteln, um den
Weltfrieden und das menschliche Leben zu sichern, dies durch
Anwendung verschiedener Methoden und Formen wie Schlichtung,
Rechtsprechung, Verhandlung, Staats-Verträge und Vereinbarungen.

Im November 2006 verkündete die Generalversammlung der Vereinten
Nationen das Internationale Jahr der Aussöhnung 2009, ein
wohlklingender Ausdruck für Staatskunst und Führung.

Damit beginnt eine „neue internationale Annäherung zur Friedenssicherung“.
Die Proklamation ist weder ein patriotischer noch ein ideologischer Aufruf.
Es ist eher eine Einladung oder Aufforderung an alle Männer und Frauen,
die guten Willens sind, sich einzusetzen für rationalen Großmut; die
menschlichen Ideale, inspiriert durch Weisheit und lebendige Wahrheit,
aufrecht zu erhalten.

„Dass alle Menschen gleich erschaffen sind; vom Schöpfer ausgestattet
mit unveräußerlichen Rechten, Leben, Freiheit und dem Streben nach
Glück“. Aussöhnung ist ein Aufruf zum Dialog auf geistig hoch stehender
Ebene, die zur Lösung von Zusammenstößen von Ideen und Idealen,
Interessen und Werten, kategorischen Allegorien und der lebendigen
Wahrheit beiträgt.

Sie wendet sich an alle organisierten Zivilen Gesellschaften eine höhere
Vision zu verfolgen: Die Erfüllung eines menschlichen Traumes – ein
Leben in Frieden und Harmonie, Geschwisterlichkeit in Verschiedenheit.

III.

Die Ziele von Aussöhnung sind die UNO Projekte sowie die acht (8)
Millennium-Entwicklungsziele zu unterstützen:

1. Die verschiedenen menschlichen Gemeinschaften näher
zusammen zu bringen, als Familien, die in einem Heimatland leben, dem
Planeten Erde.

2. Über großmütige Dialoge und humanistischen, kulturellen
Austausch Richtlinien für die Ethik zu legen, damit Konflikte und
Differenzen in regionaler, nationaler und globaler Ebene gelöst und eine
Basis für immerwährenden Frieden und Ordnung geschaffen wird.

3. Die Menschenrechte, Justizpflege und gleichwertige
Möglichkeiten als Säulen zu stärken, über die menschliche Würde und
Verständigung gefördert werden.

4. Förderung von Gegenseitigkeit, komplementärer Koexistenz in
allen Angelegenheiten und Bemühungen, welche das Wohlergehen von
Menschen und Nationen beinhalten, in den Bereichen der Künste und
Wissenschaften, Sozio-Ökonomie, Politik und anderen Wissensfeldern.

5. Weiterentwicklung von visionären Idealen, das Streben nach
der Ganzheit des Seins und einer höheren Bestimmung für die menschliche Familie.

Die strategische Anwendung von Aussöhnung:
1. hat vorbeugenden Charakter.
2. hat großmütige Eigenschaften
3. hat komplementäre Natur (ergänzende Eigenschaften).
4. hat eine praktische und einfache Anwendung.

Vorschlag zur RATIONALISIERUNG der UN-REFORMEN:

1. UNO Struktur- und Nichtstruktur Reformen sollten praktizierbar sein;
sie sollten vereinigende und stärkende Effekte haben; sie sollten keine
zusätzliche finanzielle Lasten bringen.

2. Verantwortlichkeits-Regeln: Sie sollten aufrichtige Transparenz fördern.

3. Frieden und Sicherheit: Sie sollten verfolgt werden, um Aussöhnung zu
fördern; als vorsorgliches Mittel, um gewalttätige Konflikte zu verhindern
sowie nationale, regionale und globale Trennungen und Differenzen zu
überwinden.

4. Management von subjektiven ethischen Werten.

5. Projekte zur Reduktion der Armut, humanitärer und/oder
sozioökonomischer Art, sollten die Bettelei nicht unterstützen.

Zum Schluss: Wir schlagen vor, dass nach dem Internationalen Jahr der
Aussöhnung 2009 die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine
GLOBALE AUSSÖHNUNGS DEKADE für die Jahre 2010-2020 verabschiedet.


Danke für die Aufmerksamkeit

Wilfried John

PS: Es ist mein Wunsch an den eben vereidigten Präsidenten der USA;
sich an dieser Resolution messen zu lassen.

icon1 Re: Frieden lernen in Gaza – Zum Internationalen Jahr der Aussöhnung Teil IV. Frieden lernen Datum: 21.01.2009, 03:49
Zaungast (Bronce Super-Member)
Eine interessant und stark geschriebene Artikelreihe von Wilfried John!

Die Vorgaben wären klar, der gesunde Menschenverstand sagt Ja und
die Benachteiligten schöpfen neue Hoffnung.

Noch sind aber noch lange nicht alle "Vorbedingungen" (die es ja nach
unserem Autor gar nicht geben sollte) erfüllt!

Das grösste Hindernis ist die Struktur der UNO! Hier müsste zuerst
Remedur geschaffen werden! Das Veto-Recht "der Grossen" gestrichen
werden... Der UNO mehr Durchschlagskraft verschafft werden...
Sanktionen bei Nichteinhaltung der Resolutionen zwingend möglich sein...

Wenn dieser "Stolperstein" endlich aus dem Weg geräumt worden ist,
glaube auch ich wieder an die Umsetzung der obigen Thesen.

Zaungast

icon1 Re: Frieden lernen in Gaza – Zum Internationalen Jahr der Aussöhnung Teil IV. Frieden lernen Datum: 21.01.2009, 09:35
Wilfried John (Silber Super-Member)
@ Zaungast

Danke für das Lob.

Unter "Vorbedingungen, die es nicht geben sollte" hatte ich
Bedingungen an die in der Region ansässigigen Parteien
gemeint.

Über die "Bedingung" Reform der Vereinten Nationem, sind
wir einer Meinung.

Lieben Gruß

Wilfried John

SBB © Druckbare Version von dem Thema Frieden lernen in Gaza – Zum Internationalen Jahr der Aussöhnung Teil IV. Frieden lernen