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Thema: Im Horror des Alltags – Über den internationalen Kinderhandel. Teil III: Gegenwehr

icon1 Im Horror des Alltags – Über den internationalen Kinderhandel. Teil III: Gegenwehr Datum: 01.07.2009, 16:32
Wilfried John (Silber Super-Member)
Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets
unwiderstehlich zum Missbrauch.
Albert Einstein


Nachdem ich im Teil I und im Teil II versuchte auf die Ursachen und
Formen des Menschenhandels allgemein und speziell auf die Ursachen
und Formen des Handels von Kindern in den Ländern der sog. Dritten
Welt und Europa einzugehen und einen Blick auf die internationalen und
nationalen Handelwege geworfen habe, möchte ich im Teil III auf die
Möglichkeiten eingehen, dieses kriminelle Geschäft zu bekämpfen. Dabei
will ich hauptsächlich auf die Möglichkeiten eingehen, die wir als
Privatleute haben.


In den ersten beiden Teilen dieses Artikels ist viel von Nachfragern und
Beschaffern die Rede und es entsteht – aus meiner Sicht – das Bild eines
kapitalistisch organisierten Marktes, auf dem – wenn das Geld stimmt –
jede Nachfrage (und sei sie auch noch so abartig) befriedigt wird. Wenn
also beim Problem Handel mit Menschen, vor allem mit Frauen und
Kindern, offenbar die Marktmechanismen des Kapitalismus gelten, ist hier
ein erster Ansatz: Verhalten wir uns entsprechend der
Marktmechanismen als mündige Kunden und boykottieren solche
Unternehmen, die skrupellos Kinder ausbeuten.

Ein weiter Ansatzpunkt sind die politischen Akteure. In einer mündigen
Demokratie, die – trotz aller Kritik die man gegen sie formulieren kann –
immer noch ihre Legitimation aus Wahlen schöpft, bei denen sich
Abgeordnete in oft langen Wahlkämpfen ihren Wählerinnen und Wählern
stellen müssen, haben wir also die Möglichkeiten Forderungen solcherart
aufzustellen, die gegen den Kinderhandel wirksam sind. Natürlich
müssen wir das persönlich auch tun und uns an diesem politischen
Prozess auch beteiligen.

Den dritten Punkt den ich hier ansprechen möchte, betrifft die Stärkung
von seriösen Institutionen, die sich seit Jahren nachweislich
im Kampf gegen die kriminellen Machenschaften engagieren. Dabei sind
die großen NichtRegierungsOrganisationen (NGOs) zu bevorzugen, da die
nationalen und internationalen Regierungsstellen und -organisationen in
Interessenkonflikten stecken und nur unzureichend flexibel reagieren.

Rechtliche und politische Möglichkeiten

Im Prinzip sind die rechtlichen Grundlagen gegen den Kinderhandel
ausreichend… allerdings scheitert die schnelle Hilfe für die Opfer an der
Umsetzung dieser Rechte; Papier ist eben geduldig. Hier nun kommen die
verantwortlichen Politiker ins Spiel: Wir müssen sie mit dem international
ausgehandelten und national ratifizierten Recht konfrontieren und sie
fragen, was sie nun konkret tun. Um Ihnen einen Überblick über die
Rechtslage zu geben, nenne ich in der Folge die wichtigsten
internationalen Regeln (außer Acht lasse ich das national eh vorhandene
Strafrecht).

Wichtige allgemeine Internationale Übereinkommen sind die
Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen und die Konvention 182
der Internationalen Arbeitsorganisation. Spezifische Abkommen sind das
sog. „Palermo Protokoll“ des UNDOCP gegen das organisierte
Verbrechen, sowie das Haager Übereinkommen über den Schutz von
Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der
grenzüberschreitenden Adoption (Haager Konvention).

Die UN-Kinderrechtskonvention. Das Übereinkommen über die
Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention) ist das erfolgreichste
internationale Vertragswerk, dem seit 1989 fast alle Staaten der Erde
beigetreten sind. Im Blick auf Kinderhandel fordert die Konvention: „Die
Vertragsstaaten treffen alle geeigneten innerstaatlichen, zweiseitigen
und mehrseitigen Maßnahmen, um die Entführung und den Verkauf von
Kindern sowie den Handel mit Kindern zu irgendeinem Zweck und in
irgendeiner Form zu verhindern.“ (Artikel 35).

Konvention 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Die
Unterzeichnerstaaten der im November 2000 in Kraft getretenen
Konventionen verpflichten sich, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit
entschieden zu bekämpfen. Dazu zählen nach Artikel 3 alle Formen der
Sklaverei oder ähnliche Praktiken, wie Schuldknechtschaft, Kinderhandel
oder die Zwangsrekrutierung von Kindern für bewaffnete Konflikte, der
Einsatz von Kindern zu Prostitution und Pornographie, der Einsatz von
Kindern für illegale Tätigkeiten zum Beispiel Drogenhandel und alle
Arbeiten, die die Gesundheit und Sicherheit von Kindern gefährden (siehe
auch meinen Artikel „Komm, spielen wir Schicksal – Über Ausbeutung von
Kindern“).

Die Arbeit der NGOs unterstützen

Die Arbeit dieser Organisationen ist vielfältiger Natur. Das geht von der
Beteiligung an Beratungen nationaler und internationaler Gremien, bis
zur Lobbyarbeit im Vorfeld parlamentarischer Arbeit, von der Erstellung
unabhängiger Statistiken, bis informellen Zusammenarbeit mit den
Medien, von öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf unseren Strassen, bis
zur direkten Hilfe vor Ort (Befreiungsaktionen). Herausragende Arbeit
leisten die Organisationen „terre des hommes“ und natürlich „meine„
Organisation Amnesty International… viele andere z.B. kirchliche
Einrichtungen natürlich auch.

Diese Arbeit kostet natürlich Geld und die Organisationen finanzieren sich
durch Mitgliedsbeiträge und Spenden; beides – Mitglied werden und
Spenden – überfordert niemanden von uns. Alleine die Mitgliedschaft in
einer solchen Organisation verleiht das entsprechende politische
Gewicht, das nötig ist um bei Politikern Gehör zu finden und auch kleinste
Spenden sind äußerst willkommen, da auch diese Spenden allein
deswegen weil sie getätigt wurden, eine politische Aussage sind.
Unterstützen Sie die Arbeit dieser Organisationen durch Ihre Spende; Sie
tragen dazu bei, Kinder vor Händlern zu schützen und den Opfern des
Kinderhandels neue Lebensperspektiven zu geben.

Ohne Öffentlichkeit keine wirksame Hilfe. Sie können einen wichtigen
Beitrag dazu leisten, dass Kinderhandel keine Wachstumsbranche bleibt,
in dem Sie sich nicht scheuen, sich an Aktionen gegen Kinderhandel zu
beteiligen; das ist leichter als Sie denken. Alle genannten Organisationen
verfügen über „gut gepflegte“ Websites, auf denen aktuell über solche
Aktionen informiert wird. Sei es ein Infostand an ihrem Wohnort, für den
man sich ein paar Minuten Zeit nimmt und an dem man einfach mal
stehen bleibt, sei es Briefaktionen an denen man sich beteiligen kann, in
dem man unter vorgefertigte Schreiben seinen Namen setzt – es ist
kaum ein Aufwand damit verbunden und es kostet nicht einmal viel Zeit.

Konsumieren Sie bewusst

Manche Waren, die bei uns in den Geschäften zu erwerben sind, wurden
von verkauften Kindern produziert und geerntet. Sie schuften auf
Plantagen und ernten Kakao, Kaffee, Baumwolle und Tee, knüpfen
Teppiche und schleifen Edelsteine. Es ist nicht einfach das in jedem Falle
zu erkennen… und manchmal verdecken sogar schillernde Markennamen
die schrecklichen Abgründe der Ausbeutung von Kindern. Ich persönlich
habe meine bevorzugten Marken darauf hin überprüft, ob sie mir
garantieren, dass die Produkte ohne Kinderarbeit hergestellt wurden.
Schreibens sie einfach eine eMail und fragen Sie den Hersteller – reagiert
er nicht, wechseln Sie die Marke.

Wenn es irgend möglich ist, sollten Sie vorzugsweise Produkte mit dem
von unabhängigen Organisationen, Gewerkschaften und Hilfswerken
geprüften Sozialsiegeln zu kaufen. Verlässliche Siegel
wie »Rugmark«, »Trans-Fair«, »FLP«, »Gepa« und »El Puente«
kennzeichnen Waren, die ohne die Ausbeutung von Kinderarbeitern
hergestellt worden sind. Zum Glück für viele Opfer, ist aus einer Idee und
kümmerlichen Anfängen, wegen der beharrlichen Arbeit vieler Beteiligter,
ein beachteter Faktor geworden: Der Faire Handel.

Der Faire Handel hat das Ziel, das Überleben von Kleinbauern zu sichern
und Sozialstandards für Plantagenarbeiter durchzusetzen. Faire Preise
über dem Weltmarktniveau ermöglichen es Bauern und
Plantagenarbeitern, ihre Familien zu ernähren und Kinder zur Schule zu
schicken. Fair-Trade-Aufschläge werden auch für Gemeinschaftsprojekte
genutzt: So werden Schulen und Gesundheitsstationen gebaut und
unterhalten, von denen ganze Regionen profitieren. Bitte beachten sie
das Sortiment, das mittlerweile in vielen Supermärkten zu bekommen ist.

Gerade den wichtigsten Ursachen für Kinderhandel, Armut und
Bildungsdefizite, wird mit dem Fairen Handel entgegen gewirkt; es nutzt
ja nichts ein Schönheitspflästerchen auf den Hautkrebs zu legen. Die
wichtigsten Vertreter – die mühelos im Internet mit ihrer Homepage zu
finden sind – des Fairen Handels sind:

TransFair. TransFair, der Verein zur Förderung des Fairen Handels
mit der »Dritten Welt« e.V., wurde 1992 gegründet. In Deutschland gibt
es Produkte mit dem TransFair-Siegel in 27.000 Supermärkten, im
Naturkosthandel und in allen Weltläden. Darüber hinaus bieten über 800
Kantinen, Cafés, Mensen und Hotels fair gehandelte Waren an. Mehr als
60 Prozent der Produkte tragen neben dem TransFair-Siegel auch ein
Biolabel. TransFair ist Teil der internationalen Fairtrade-Familie. Das
Siegel gibt es in Europa, den USA und Japan. TransFair Deutschland wird
von 39 Hilfswerken, Gewerkschaften und Umweltverbänden getragen.

gepa - Das FairHandelshaus. Die gepa „Gesellschaft zur Förderung
der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH“ handelt zu fairen Preisen
und schließt langfristige Verträge mit 170 Produzenten in Afrika, Asien
und Lateinamerika. gepa-Produkte gibt es in allen Weltläden. Einige
Produkte tragen darüber hinaus das TransFair-Siegel und sind auch in
Supermärkten zu finden. Gesellschafter der gepa sind der Evangelische
Entwicklungsdienst, das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, die
Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend, der Bund der Deutschen
Katholischen Jugend und das Päpstliche Missionswerk für Kinder.

Weltläden. Fachgeschäfte für Fairen Handel. In vielen Städten
bieten Weltläden Lebensmittel, Kunstgewerbe und Wohnaccessoires aus
Fairem Handel an. Ziel der Arbeit ist es, zu mehr Gerechtigkeit im Handel
mit den Ländern des Südens beizutragen. Weltläden beteiligen sich an
politischen Kampagnen und leisten Informations- und Bildungsarbeit. 470
Weltläden haben sich im Weltladen-Dachverband zusammengeschlossen.

Das Prinzip der Sozialsiegel

Sozialsiegel kennzeichnen Produkte, deren Herstellung mit dem Ziel
kontrolliert wird, die Arbeitsbedingungen deutlich zu verbessern und
grundlegende Arbeitsrechte durchzusetzen. In Deutschland gibt es
zurzeit das Rugmark-Siegel für Teppiche ohne illegale Kinderarbeit und
das Blumensiegel für Blumen aus menschen- und umweltfreundlicher
Herstellung. Rugmark-Teppiche und gesiegelte Blumen sind nicht teurer
als Produkte vergleichbarer Qualität. Das ist zwar ein guter Anfang, aber
es bleibt noch viel zu tun.

Auch in diesem Punkte geht es nicht ohne die Verbraucher… also es geht
nicht ohne Sie… die Unternehmen dazu zu zwingen (überzeugen lassen
sie sich leider äußerst selten), ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu
werden. Jüngstes Beispiel: Die Erklärung von Bern. In dieser Erklärung
unterschrieben stolze 17.826 Menschen die Petition "Nie wieder
Schweizer Schoggi aus Kinderarbeit"
, weil Nestlé und Barry sich eben
ihrer sozialen Verantwortung entziehen.

Die Schweizer Schokoladenkonzerne gehören, wie viele andere auch, zu
den Hauptabnehmern von Kakao aus Westafrika. Über 250.000 Kinder
sind gezwungen auf afrikanischen Plantagen unter ausbeuterischen
Bedingungen zu arbeiten. Durch ihre Arbeit verhelfen sie der
multinationalen Schokoladenindustrie jährlich zu Umsätzen von fast zwei
Milliarden Dollar. Die EVB forderte mit Hilfe der Petition die Unternehmen
u.a. dazu auf, die Ausbeutung von Kindern auf Kakaoplantagen zu
beenden und den Kakaobauern angemessene Preise zu bezahlen.

Ein anderes Beispiel: In 70 Gemeinden in der Schweiz wird sich dafür
stark gemacht, dass für öffentliche Arbeiten nur noch gegen Kinderarbeit
zertifizierte Steine eingekauft werden. In Gang gesetzt wurde diese
Bewegung durch die Kampagne „Keine Ausbeutung mit unseren
Steuergeldern“ des Schweizerischen Arbeiterhilfswerks (SAH). Als
Vorreiter gelten dabei 17 Gemeinden sowie die Kantone Basel, Bern,
Aargau und Uri. Diese verwenden zum öffentlichen Bauen nur noch
zertifizierte Natursteine und setzen damit andere Kantone unter
Zugzwang. Denn noch werden rund 30% der Steine für z.B. Straßenbau
aus Steinbrüchen in China, Indien und Vietnam, in denen Kinder unter
menschenunwürdigen Umständen arbeiten, bezogen.

So lobenswert und hoffnungsvoll das stimmt, es genügt nicht. Denn nur
ein allgemein gültiges Sozial-Siegel könnte aus den kleinen Anfängen ein
allgemeingültiges Prinzip machen. Aber die etablierten Ausbeuter
wehren sich. So hat jüngst die Firma Kurz Natursteine GmbH
Bensheim/Deutschland vor Gericht einen Teilerfolg gegen aktive
Kommunen, Landkreise und Bundesländer und den Grabstein-Siegel
vergebenden Verein XertifiX (gegründet von Norbert Blüm – Bundes-
Arbeitsminister in der Kohl-Ära) errungen, die – wie die oben genannten
Schweizer Gemeinden – Kinderarbeit satzungsgemäß bzw. mit der
Vergabe von Zertifikaten konsequent ausschließen.

Während die Klage mit wirtschaftlichen Interessen und
Wettbewerbsverzerrungen begründet wurde, sah das Darmstädter
Landgericht letztlich die Entscheidungsfreiheit der Verbraucher in Gefahr.
Der Verein darf nun nicht mehr weiter verkünden, dass
Friedhofsatzungen rechtmäßig dahingehend abgeändert werden dürfen.
Lediglich seine Informationsarbeit dürfe XertifiX weiterführen und
darüber informieren, dass Natur- und Grabsteine in Indien mit Kinder-
und Sklavenarbeit produziert werden. Auch darf XertifiX fortfahren
Betriebe eigenständig zu beurteilen und mit dem zertifizierten Siegel
auszuzeichnen, wenn die Steine ohne Kinderarbeit gefertigt wurden.
Aber erst wenn die Industrieverbände gezwungen werden einzulenken,
wird aus dem Siegel eine echte Hilfe für die Opfer weltweit.

Rugmark-Teppiche ohne illegale Kinderarbeit. Seit 1995 gibt es in
Deutschland handgeknüpfte Teppiche aus Indien und Nepal, die das
Rugmark-Siegel tragen. Die Hersteller verpflichten sich:

> keine Kinder unter 14 Jahren zu beschäftigen
> gesetzliche Mindestlöhne zu zahlen
> unangekündigte Kontrollen zuzulassen

Inspektoren der unabhängigen Rugmark-Stiftung kontrollieren Betriebe
und inzwischen 40.000 Knüpfstühle. Werden trotz der
Selbstverpflichtung Kinder bei der Arbeit angetroffen, verliert der
Hersteller seine Rugmark-Lizenz. Kinderarbeiter werden aber nicht nur
entlassen. Rugmark ermöglicht ihnen den Besuch einer Schule oder einer
Berufsschule oder bringt sie in Rehabilitationszentren unter, wenn sie
von zu Hause verschleppt wurden.

Flower Label. Blumen aus menschen- und umweltfreundlicher
Produktion. Für gerechte Arbeitsbedingungen auf Blumenfarmen in Afrika
und Lateinamerika steht das Blumensiegel. Mehr als 60 Blumenfarmen in
Ecuador, Kolumbien, Kenia, Tansania, Simbabwe und Südafrika erfüllen
bereits die Bedingungen:

> Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit
> Existenz sichernde Löhne
> Gewerkschaftsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen
> Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit
> Verantwortlicher Umgang mit natürlichen Ressourcen
> Verbot hochgiftiger Pestizide

Etwa 1.000 Floristen in Deutschland bieten Blumen mit dem Siegel (siehe
Händlerliste auf der Flower-Label-Homepage). Das Blumensiegel wird
getragen von terre des hommes, Brot für die Welt, der internationalen
Menschenrechtsorganisation FIAN und der Industriegewerkschaft Bauen-
Agrar-Umwelt.

Organisationen wie „Fair Stone“, „IGEP“ und „Xertifix“
garantieren, dass drei Viertel der angebotenen Grabsteine aus
Drittweltländern aus fairem Handel stammen. Hinzu kommen
einheimische und aus dem europäischen Ausland stammende Steine.

Fazit

Immer wieder ist es feststellbar, dass das wirtschaftliche
Ungleichgewicht in der Welt und der damit verbundene Missbrauch von
Macht, der regellose Kapitalismus und die gnadenlose Profitgier und das
vagabundierende Kapital selber, das irgendeine Anlagemöglichkeit sucht,
die schlimmsten Formen von Ausbeutung verursachen: z.B. Kinderhandel.

Um das das lukrative Geschäft mit Kindern einzuschränken, und wenn
möglich rasch zu beenden, ist es erforderlich, die international gültigen
Regeln gegen Kinderhandel durchzusetzen und mit weitreichenden
Finanzmarkt-Regeln zu flankieren. Es ist deshalb – gerade auch in der
Konsequenz der aktuellen Krise – die politischen Kräfte zu unterstützen,
die das auf ihrer Agenda haben; besonders im Hinblick auf die
bevorstehenden Wahlen.

Im Gegenzug sollten die Verfechter eines weiter ungezügelten
Marktes mit Missachtung gestraft werden; der Markt regelt nichts von
alleine (er kann und will das nicht). Solche marktradikalen Positionen
haben erst zur aktuellen Krise geführt und sie können deshalb nicht das
Rezept zur Bewältigung der Krise sein.


Mit solidarischen Grüßen

Wilfried John

SBB © Druckbare Version von dem Thema Im Horror des Alltags – Über den internationalen Kinderhandel. Teil III: Gegenwehr