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Thema: Forum Vebikus *** Malerei als Grundlage des Denkens
Jurgars (offline)
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Beiträge: 123
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Mitglied seit: 14.07.2008

Schweiz
icon1   Forum Vebikus *** Malerei als Grundlage des Denkens #1 Datum: 25.01.2011, 21:06  

Vernissage der Doppelausstellung in Forum Vebikus mit Werken von
Christian Vetter sowie Petra Elena Köhle und Nicolas Vermot Petit-
Outhenin sorgte für anregende Gespräche.


Die Sprache der Kunst

Beim betreten der Ausstellungsräume fiel das Minimalistische auf. Keine
Flut von Werken die den Betrachter von einer Ecke in die andere zerrt.
Eindrücke konnte man gewinnen in dem man stillstand und versucht hat
die Sprache dieser Kunst zu verstehen.

Malerei als Grundlage des Denkens

Christian Vetter ist in der Schweizer Kunstszene kein Unbekannter.
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, darunter auch ein Manor-
Kunstpreis im Jahre 2008. Bei den Bildern und Installation von Christian
Vetter fallen als erstes zwei Farben auf: schwarz und weiss.

Ohne Titel und doch mit einer kleinen Hilfe: „Wo Raum ist“ und „In Ex Sub
Stanza“. Er ist auf der Suche nach dem gegenwärtigen Potenzial der
Malerei. Polarität der weissen Buchstaben und einem schwarzen
Hintergrund lässt Zwischenräume erahnen, jene Zwischenräume wo der
Künstler eine mögliche Antwort vermutet.

Wer die zeit sich nimmt, erkennt zumindest ansatzweise seine Idee.
Einen Raum, eine Fläche, wo möglich einen Zimmer. Buchstaben die
diesen Raum füllen. Flut der Farbe, Schattenspiel und ein Wort, der kein
Wort zu sein scheint.

In der Mitte von Raum eine Installation „Paiting Manifesto“ aus Holz,
Stoff, FL-Röhre und Inkjet-Prints. Sonst nichts. José Manuel Merello
in „Gedanken eines Malers“ schreibt: "Ich verabscheue einen grossen
Teil des Minimalismus, der heute durch alle Künste geübt wird. Ich
fürchte, dass innerhalb dieser angeblichen Synthese es ein Übermass
des Abfalls gibt und Zwecklosigkeit, die darum schwimmt, nur dient, um
das Publikum zu verwechseln, welches manchmal nicht wissend aber,
obwohl, mehr häufig, unerträglich pedantisch, leer jedes Verstehens
oder Kenntnis tadellos sein kann."

Ein umstrittenes Statement. Doch dient hier das Minimalismus als
Provokation, als das Beschränken der Sinne ohne vielfältige Manier.
Als ein möglicher Weg durchaus sinnvoll wenn man den Ursprung der
Kunst erspüren will. Eine bemerkenswerte Antwort auf die Faustische
Frage „Was die Welt im Innersten zusammen hält“ und ein lebendiges
Interpretationsspiel. Hier wurde das kaum fassbare Wesen der Kunst
nach aussen gekehrt.

Ein analytisches Spiel

Petra Elena Köhle und Nicolas Vermot Petit-Outhenin arbeiten seit 2003
zusammen. In der Foto-Trilogie von Rosmarie Nohr aus dem Jahre 1940,
welche auf die Wand projiziert wurde, tauchten Fragen auf. Ist das ein
und derselbe Motiv? Was ist das Geheimnis der unterschiedlichen
Erscheinung?

Im Raum eine Installation bestehend aus einer Bambusmatte, die zufällig
auf der Strasse gefunden wurde, Glasplatten welche im Keller deponiert
waren, Bohrungszylinder und Diaprojektion mit drei Farben: Rot, Grün
und Violett. Was hat dieses Foto in dreifaltiger Manier mit dieser
Installation „Stillleben“ gemeinsam? Was ist das genau? Ein Schiff, eine
Flamme, oder gar eine Flagge?

Der Künstler Nicolas Vermot Petit-Outhenin sieht eine
Bambusmatte, die Frage nach möglichen Interpretationen stellte sich
nicht. Drei Farben werden durch einen Diaprojektor auf die Leinwand
projiziert. Genau wie die drei Fotos mit Rot, Grün und Blaufilter.

„Körperhafte Duochrome und analytisches Spiel“, erklärt er. Eine
Rekonstruktion der Geschichte. Spannende Idee um das Innere der
Fotografie und das Äussere durch die dreifarbige Projektion auf dieser
Art zu zeigen, ohne dass das Verbindende und der Sinn verborgen
bleibt.

Hörbare Kunst

Der dritte Akt in Forum Vebikus war weniger sichtbar, sondern vielmehr
hörbar, jedoch genau so intellektuell anspruchsvoll wie das Gezeigte.
Romy Rüegger ursprünglich aus Zürich, zurzeit in Berlin daheim, lass
einen Text vor in dem der Ursprung der Fotografie mit den Gesteinen,
also der geologischen Geschichte verglichen wurde. Interessante
Textperformance zur Eröffnung liess eine Zeitspur Rückwärts erfahren
und verstehen, dass Worte selbst dann sind, wenn sie nur gedacht
werden.

Jurga Ruesch (jr)
Text und Bilder von Jurga Ruesch



Christian Vetter im Gespräch


Christian Vetter In Ex Sub Stanza


Petra Elena Köhle, Nicolas Vermot Fotografie Rosmarie Nohr


Petra Elena Köhle, Nicolas Vermot Fotografie Rosmarie Nohr


Petra Elena Köhle, Nicolas Vermot Installation




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