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Board >>  Spezial-Rubrik >>  Die aktuelle Foto-Reportage >> Basadingen-Schlattingen *** Praktische Integration in Basadingen-Schlattingen
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Thema: Basadingen-Schlattingen *** Praktische Integration in Basadingen-Schlattingen
Dieter Ritter (offline)
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Beiträge: 229
Geschlecht:
Mitglied seit: 25.02.2009

Schweiz
icon1   Basadingen-Schlattingen *** Praktische Integration in Basadingen-Schlattingen #1 Datum: 30.03.2011, 23:39  

Praktische Integration in Basadingen-Schlattingen
In Basadingen wohnen zur Zeit fünf Asylbewerber

Zwei Frauen aus Eritrea, eine Frau aus Liberia und zwei Männer, aus
Aserbaidschan und aus der Türkei, teilen sich eine Wohnung über dem
Gasthaus Schwanen an der Rychgasse.

Sie haben je ein eigenes Zimmer und es stehen ein gemeinsamer
Aufenthaltsraum, eine Küche und ein Bad zur Verfügung. Die Gemeinde
hat die Wohnung von Martin Moresi gemietet. Demnächst werde der
Gasherd durch einen Elektroherd ersetzt, da einige Bewohner kein
Vertrauen zu Gas hätten, erklärte Roland Dorer. Er ist für Basadingen-
Schlattingen als Gemeinderat für Soziales für die Unterbringung der
Asylbewerber zuständig.

Dank der grosszügigen Wohnung sei es bis auf Weiteres möglich, auch
die Asylbewerber aufzunehmen, welche der Bund der Gemeinde Schlatt
zugewiesen hat. Die Verständigung unter den Bewohnern klappe recht
gut, weiss Dorer. Der Mann aus Aserbeidschan kann sich auf Türkisch
verständigen und alle drei Frauen sprechen Englisch. „Kriminalität im
Zusammenhang mit der Asylbewerber-Unterkunft war bisher kein Thema“
freut sich Dorer.

Es sei nie nötig gewesen, die Polizei einzuschalten. Erste Ansprechperson
ist Dominique Bossert aus Schlatt. Mindestens einmal wöchentlich
besucht sie die Unterkunft. Sie vermittelt unter den Bewohnern, berät sie
und erstellt den Reinigungsplan.

Alle Asylbewerber lernen Deutsch

Einmal wöchentlich unterrichtet Frau Birsel Koradi aus Basadingen
Deutsch im Gemeindehüsli beim Bärenbrunnen. „Die Schüler sind sehr
wissbegierig und interessiert“ rühmt sie. Die Dankbarkeit sei immer
spürbar. Die in der Schweiz geborene Doppelbürgerin Schweiz-Türkei
bringt den Asylbewerbern auch unsere Kultur und unsere
Wertmassstäbe näher und leistet so einen wichtigen Beitrag zur
Integration.

Von Beruf ist Frau Koradi eidgenössisch anerkannte Übersetzerin. Sie
unterrichtet Türkisch und Deutsch in Schaffhausen und Winterthur. Sie
besucht Kurse für Gerichts- und Behördendolmetscher und bereitet sich
auf ein Englisch-Diplom vor.

Monate ohne Arbeit; ein langweiliges Leben

Frau Koradi fände es schön, wenn die Asylbewerber bei Familien oder in
Betrieben kleine Hilfsarbeiten machen dürften. Dabei könnten sie das
neu gelernte Deutsch anwenden, sie wären beschäftigt und würden sich
leichter integrieren. Auch die Schülerin Sandra Tutu Tolbert würde gerne
einen solchen Hilfeeinsatz leisten.

In Liberia hatte sie als Köchin gearbeitet. Rizvan Babaev aus
Aserbaidschan kann es kaum erwarten, bis er wieder seinen Beruf als
Teppichhändler ausüben darf. Er ist mit der Lebensberterin Erika Suter
aus Dörflingen verlobt. Auch Murat Zan, türkischer Kurde, liebt seinen
Beruf als Kellner. Noch lieber würde er ein eigenes Gasthaus führen, nur
fehle dafür das Geld. Sanety Zaire und Sanety Semait aus Eritrea können
kunstvolle Frisuren machen, vor allem traditionelle Zöpfe.

Den Asylbewerbern ist es nicht erlaubt, eine Arbeitsstelle anzunehmen,
bevor sie als Flüchtlinge anerkannt sind. Siehe dazu die Textbox.
zitat:


Bis zu sieben Jahre ohne bezahlte Arbeit

Der Bund weist allen Gemeinden eine Minimalzahl
von Asylbewerbern zu, im Verhältnis zur Einwohnerzahl.
Das sind derzeit zwei für Schlatt und zwei für
Basadingen-Schlattingen. In der Unterkunft Basadingen
konnten fünf Asylbewerber aufgenommen werden.

Die Flüchtlinge kommen aus einem Durchgangsheim, wo
sie ihre Bewerbung um Asyl abgegeben haben. Sie
bleiben so lange in Asylbewerber-Heimen, bis sie als
Flüchtlinge anerkannt oder definitiv zurückgewiesen
werden. Während dieser Zeit dürfen sie keine bezahlte
Arbeit annehmen.

Vom Bundesamt für Integration erhalten sie 14 Franken
pro Tag für Kleidung und Essen. Die übrigen Kosten zahlt
die Gemeinde. In längstens sieben Jahren entscheidet
das Bundesamt für Migration über die Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung, Ausweis B.

Damit sind sie anerkannte Flüchtlinge und dürfen einer
bezahlten Arbeit nachgehen. Sie können auch Familien-
Nachzug beantragen. Normalerweise wird der Ausweis B
nach fünf Jahren durch die Niederlassungsbewilligung C
ersetzt.

Die Gemeinden sind für anerkannte Flüchtlinge nicht
mehr verantwortlich. Roland Dorer hat die Erfahrung
gemacht, dass diese freiwillig aus dem Asylbewerber-
Heim ausziehen und Arbeit und Unterkunft in grösseren
Agglomerationen suchen, „dort wo etwas läuft“.
.


Dieter Ritter (dr)
© Text und Foto von Dieter Ritter


Birsel Koradi mit ihren Schülern, -
von links, Rizvan Babaev, Sanety Zaire, Sandra Tutu Tolbert und Murat Zan
(Auf dem Bild fehlt Sanety Semait. Sie konnte am Montag nicht am Deutschunterricht teilnehmen)

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