0
   

Home | Registrieren | Mitgliederliste | Suchen | Hilfe | Themen des Tages | Alle Lampen aus | Login
Guten Tag, Gast

Wenn dies Dein erster Besuch hier ist, lies Dir die FAQ - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst Dich vermutlich Registrieren, bevor Du Beiträge schreiben kannst: klicke oben auf registrieren, um den Registrierungsprozess zu starten. Um Beiträge zu lesen, suche Dir einfach das Forum aus, das Dich interessiert. Die Registrierung ist kostenlos.
Username:
Passwort:
Suchen:


Seiten: <<  1  >>
Board >>  Leser-Beiträge >>  Soeben im Redaktions-Bureau eingetroffen... >> Stein am Rhein - Literaturfestival-Lesung *** Eine besondere Pilgerreise von und mit Thomas Glavinic
Neues Thema    »Antworten«
Seite Drucken
red.gif Autor:
Thema: Stein am Rhein - Literaturfestival-Lesung *** Eine besondere Pilgerreise von und mit Thomas Glavinic
peter (offline)
Gold Super-Member





Beiträge: 821
Geschlecht:
Mitglied seit: 21.11.2007

Schweiz
icon1   Stein am Rhein - Literaturfestival-Lesung *** Eine besondere Pilgerreise von und mit Thomas Glavinic #1 Datum: 12.04.2012, 02:17  

Eine besondere Pilgerreise
Ein Tatsachenbericht

In Stein am Rhein las Thomas Glavinic aus „Unterwegs im Namen des
Herrn“.


Bis Sonntag findet in 31 Gemeinden und Städten ein deutsch-
schweizerisches Literaturfestival statt. Es handelt sich um die dritte
Ausgabe von „Erzählzeit ohne Grenzen“. Unter dem Motto „Daheim und
unterwegs“ lesen Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

In Stein am Rhein war`s am Dienstag Thomas Glavinic. Der Vierzigjährige
gebürtige Grazer, der in Wien wohnt, wurde von Franz Hostettmann im
Namen des Stadtrates und der Touristik begrüsst. Der Stadtpräsident
freute sich, dass unter den siebzig Gästen im Jakob-und-Emma-Windler-
Saal auch Leute von „ennet der Grenz“ und aus Österreich befanden.

„Literatur kennt eben keine Grenzen“. Franz Hostettmann erwähnte,
dass Thomas Glavinic Taxifahrer war und seit 1991 Romane, Essays,
Erzählungen und Hörspiele schreibt. Darunter „Der Kameramörder“, für
den er den Friedrich-Glauser-Preis erhielt.

Bis zum Gang auf`s Clo

Spannend und im österreichischen Dialekt erzählte und las Thomas
Glavinic aus seinem neuesten Werk „Unterwegs im Namen des Herrn“.
„Es ist mein erstes Buch das kein Roman ist und zudem muss man
wissen, dass ich religionsfern aufgewachsen bin“.

Trotzdem wollte er wissen, was es mit dem Glauben auf sich hat, denn
das mit den menschlichen Sinnen nicht fassbare interessiere ihn. Er
entschied sich für eine Pilgerreise mit Ziel Medjugorje. Vor 30 Jahren
berichteten Jugendliche dort von Marienerscheinungen die von der
katholischen Kirche nie anerkannt wurden.

Trotzdem machen sich jährlich tausende von Menschen auf, den
Wallfahrtsort zu besuchen. Thomas Glavinic entschloss sich, zusammen
mit Freund Ingo, für eine Fahrt im Reisecar. Bald aber sackte deren Mut in
den Keller.

„Am Vorband ist uns der Arsch auf Grundeis gegangen“. Trotzdem traten
sie die Reise, die über 14 Stunden dauert und zu einem Zusammentreffen
mit vielen wildfremden Menschen führte, an. Mit an Bord ein
Reisebegleiter. Es war seine 635. Fahrt.

Er kannte sich aus. Sogar bezüglich Toiletten. „Geht`s alle auf`s Clo, hier
sind sie gratis“ wurden die Teilnehmer aufgefordert.

Keine Offenheit und Sympathie

Es war eine Fahrt mit vielen Begegnungen. Begegnungen mit Gott,
Geschichten, Vorkommnissen und mit jener Frau die immer wieder „Jöh“
von sich gab. Vor allem wenn von Wundern die Rede war. „Kann Gott
meine Gedanken lesen“ fragte sich Thomas Glavinic als er sich über
Reiseteilnehmer amüsierte.

Auch das blieb ihm nicht erspart: Während der Fahrt durch ganz
Slowenien musste gebetet werden - mit einem Rosenkranz in der Hand.
In Medjugorje angekommen ein weiteres Erlebnis: 20`000 Menschen
und ein Gottesdienst in dem Besucher auf Knien zum Altar rutschten.

Was Thomas Glavinic und Freund Ingo zudem auffiel: In keinem Gesicht
entdeckten sie Offenheit und Sympathie.

Ziege nicht mehr ganz

„Bald gerieten wir an die Grenzen unserer psychischen Möglichkeiten“.
Zudem machte die Hitze zu schaffen. „Vorzeitiger Abbruch“ zitierte
Thomas Glavinic. Danach ein Anruf beim Vater. Der organisierte einen
Aufenthalt bei einem Waffenbruder in Kroatien.

Dieser weckte sie mitten in der Nacht. „Mond ist hell um zu schiessen“
tönte es. Auch Thomas Glavinic musste dran glauben. Trotz Fieber in den
Gliedern. „Getroffen Ziege von Nachbarn“ hiess es nach seinem Schuss.

Und kurz darauf „Ziege nicht mehr ganz.“ Applaus für eine sehr gut und
mit Ironie erzählte Geschichte in der Thomas Glavinic über seine Figuren
offen herzuziehen vermochte. Mit wenig Schongang.


Peter Spirig (psp)
Text und Fotos von Peter Spirig

Quelle: www.erzaehlzeit.com




Zog die Zuhörer in seinen Bann: Thomas Glavinic


War auch beim signieren der Bücher gefragt: Thomas Glavinic (1)


War auch beim signieren der Bücher gefragt: Thomas Glavinic (2)


War auch beim signieren der Bücher gefragt: Thomas Glavinic (3)




Latschariplatz-Sponsoren-Werbung

Über 400'000 Augenpaare pro Jahr lesen Ihre Werbe-Botschaft!

Schaffen Sie Goodwill in der Bevölkerung
* Mit einer 24-Stunden-Präsenz auf dem Latschariplatz!
* Für lediglich CHF 50,00 pro Jahr sind Sie exklusiv dabei!
* Auf zwei optimalen Werbe-Plätzen


(Unterlagen abrufen: admin@latschariplatz.com)
   PM   Buddy hinzufügen Copy Quote
Board >>  Leser-Beiträge >>  Soeben im Redaktions-Bureau eingetroffen... >> Stein am Rhein - Literaturfestival-Lesung *** Eine besondere Pilgerreise von und mit Thomas Glavinic
Seiten: <<  1  >>
Seite Drucken
Neues Thema    »Antworten«



Forum durchsuchen:


    Besucherzähler

Stefanos Bulletin Board, v1.3.7
© Coder-World.de, 2001-2005 (Stefanos)