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Thema: Rund um Geld, Vermögen, Rente, etc. *** Welcher Mensch "verdient" 2,4 Milliarden Dollar pro Jahr?
Michael Vaupel (offline)
Moderator





Beiträge: 93
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Mitglied seit: 21.11.2008

Deutschland
icon1   Rund um Geld, Vermögen, Rente, etc. *** Welcher Mensch "verdient" 2,4 Milliarden Dollar pro Jahr? #1 Datum: 28.01.2013, 12:42  





Welcher Mensch "verdient"
2,4 Milliarden Dollar pro Jahr?


Na ja, - Goldman Sachs und deren CEO Lloyd Blankfein.


Nach den Enthüllungen über die dortigen Manager (Kunden werden
abfällig "muppets" genannt etc. pp.) nun die "schöne Nachricht", dass Mr.
Blankfein für 2012 wohl einen Bonus von 13,3 Millionen Dollar erhalten
wird. Den in Form von Aktien. Dazu die Kleinigkeit von 5,7 Mio. Dollar in
bar.

Achja, das Grundgehalt von 2 Mio. Dollar nicht zu vergessen.

Vor einiger Zeit hatte ich bereits einmal zu Lloyd Blankfein geschrieben,
und zwar als dieser verkündete, dass sein Unternehmen „doing Gods
work" - Gottes Arbeit verrichte. Offensichtlich hat der Mann ein anderes
Gottesverständnis als ich.

Ein Beispiel: In den USA hatten zahlreiche Kommunen arge finanzielle
Probleme, weil sie erhebliche Zahlungen an Goldman Sachs leisten
mussten.

Nehmen wir New Jersey: Da musste die staatliche „Transportation Trust
Fund Authority" (TTFA) jeden Monat einen Millionenbetrag an Goldman
Sachs überweisen. Warum? Man hatte einen Derivate-Deal mit Goldman
Sachs, es ging um eine Schuldenfinanzierung.

Bei einer Herabstufung des Kreditratings sollten Zahlungen an Goldman
Sachs fällig werden. Machte Sinn, denn Goldman Sachs musste ein Risiko
hedgen = absichern.

Das Risiko hatte sich allerdings erledigt, als TTFA die besagten Schulden
zurückbezahlt hatte.

Die Rückstufung des Kreditratings, welche danach erfolgte, war
diesbezüglich also „egal". Doch keineswegs egal für Goldman Sachs - das
Unternehmen bestand formaljuristisch korrekt auf den für den Fall der
Herabstufung anvisierten Zahlungen.

Aber schön, die genannten Bonuszahlungen für Herrn Blankfein, nicht
wahr? Sein Gewissen ist sicherlich rein.

(Weil er es nie benutzt, wie ich vermute.)

Dabei gehört Mr. Blankfein keineswegs zu denjenigen Sterblichen, welche
die meisten Dollar pro Jahr verdienen.

Dazu habe ich mir eine aktuelle Aufstellung von Oxfam angeschaut
(Oxfam Media Briefing vom 18.1.2013). Den Zahlen zufolge erhöhten die
"Top 100 Milliardäre der Welt" ihren Reichtum im letzten Jahr um 240
Milliarden Dollar.

240 Milliarden Dollar - Zuwachs.....für 100 Personen. Da war man = Ihr
Autor baff. Und was ist mit den ungewaschenen Massen? Laut Oxfam
hätte der Betrag ausgereicht, um den Hunger in der Welt "vier Mal zu
beseitigen" (wobei ich wiederum nicht weiß, was das genau bedeutet).

Wenn reale Werte geschaffen werden, wer will sich da beschweren? Aber
wenn ein Großteil dieses "zusätzlichen Reichtums" reines Papiergeld ohne
Deckung ist, kann einem schon etwas mulmig werden.

Und 240 Milliarden Dollar für 100 Personen....durchschnittlich 2,4 Mrd. pro
Person....in einem Jahr! Sind das noch Christen!

Da habe ich schlicht und einfach das untrügliche Gefühl, dass etwas schief
läuft.

Wie viel mehr als eine Krankenschwester darf ein Investmentbanker
verdienen?

Das 100fache?

Das 20fache?

Überhaupt nicht mehr, wenn nach gesellschaftlichen Nutzen gewertet
wird?

Oder nach Arbeitsaufwand?

Und was ist mit den vorigen Kosten, die durch Ausbildung entstanden
sind?

Und wer bestimmt, was „gerecht sein soll"?

Niemand.

Eins ist für mich klar: Die Dimensionen sind außer Rand und Band geraten.
(Mit "Neid" hat das übrigens überhaupt nichts zu tun, als Rheinländer -
man muss auch jönne könne - liegt mir der ohnehin fern.) Aber wenn ein
Lloyd Blankfein das Tausendfache des Gehalts einer Krankenschwester
erhält, dann behagt mir das ehrlich gesagt überhaupt nicht.

(Wobei hinzukommt, dass meiner unmaßgebenden Ansicht zufolge jede
durchschnittliche Krankenschwester sinnvollere Arbeit verrichtet als er,
mit seinem Einklagen fragwürdiger Zahlungen wie im Fall von New
Jersey.)

Von den 240 Milliarden Dollar für 100 Personen im Jahr 2012 ganz zu
schweigen.

Kann man so viel Geld als einzelner Mensch überhaupt "verdienen"? Und
wenn ja, noch in den Spiegel schauen, wenn man mit dem größten Teil
davon nicht Gutes tut? (So wie Warren Buffett!)

Für uns Normalsterbliche nur "theoretische Überlegungen". Aber: Jeden
Tag eine (kleine) gute Tat von jedem/jeder Leser/Leserin, dann sieht es
auch ohne 240 Mrd. Dollar besser in der Welt aus.

Nachdenkliche Grüße,

Ihr

Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Traders Daily
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