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Thema: Rund um Geld, Vermögen, Rente, etc. *** Stillstand in den USA - Katastrophe oder begrüßenswert?
Michael Vaupel (offline)
Moderator





Beiträge: 93
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Mitglied seit: 21.11.2008

Deutschland
icon1   Rund um Geld, Vermögen, Rente, etc. *** Stillstand in den USA - Katastrophe oder begrüßenswert? #1 Datum: 01.10.2013, 19:10  

Stillstand in den USA
Katastrophe oder begrüßenswert?

So, "Stillstand". Seit heute 0:01 Uhr wird nicht zurückgeschossen,
sondern es heißt: "Die Verwaltung der USA ist lahmgelegt".


Die Republikaner und Demokraten haben sich nicht in Bezug auf eine
Erhöhung der Schulden-Obergrenze geeinigt.

In den USA gibt es eine Regelung, welche mir grundsätzlich sympathisch
ist: Für die Höhe der Staatsschulden gibt es eine Obergrenze. Ohne
wischiwaschi - sondern eine auf Dollar und Cent genau festgelegte
Grenze.

Natürlich würde volkswirtschaftlich gesehen eine relative Grenze mehr
Sinn machen. Zum Beispiel: 100% des BIP, höher darf die Verschuldung
des Bundes nicht sein.

In den USA wurde aber eine absolute Grenze gewählt, wie gesagt
festgesetzt in Dollar. Und diese Grenze droht nun erreicht zu werden -
voraussichtlich Mitte des Monats. Wenn bis dahin keine Einigung erzielt
wird, dann könnten die USA möglicherweise auch ihre Staatsschulden
nicht mehr bedienen, und das wäre dann das, was "zahlungsunfähig"
genannt wird.





Die Schulden-Obergrenze in den USA und die Rolle der FED

Nun wird dieser Stillstand in den USA als so ziemlich das schlimmste,
mögliche Szenario dargestellt. Drohende Zahlungsunfähigkeit, drohende
Weltwirtschftskrise etc. pp.

Möglich. Im Grunde ist es aber eins: Eine ganz ehrliche und natürliche Sache.

Wer zu viel Schulden macht, der muss eben seine Ausgaben
zurückfahren. Gilt im privaten Leben genauso wie für Staaten.

Und machen wir uns nichts vor: Wenn die Fed nicht für zig Milliarden bzw.
inzwischen insgesamt Billionen Dollar US-Staatsanleihen "gekauft" hätte,
dann hätten die USA ohnehin schon lange die Zahlungsunfähigkeit
deklarieren müssen! Denn am freien Markt hätten sie solche Unmengen
an Staatsanleihen wahrscheinlich gar nicht mehr verkaufen können.

Insbesondere die Chinesen, früher sehr große Käufer von US-
Staatsanleihen, zeigen sich seit einigen Jahren deutlich zurückhaltender.

Ohne die Fed wäre es den gesamten USA vielleicht schon so ergangen
wie ihrem Bundesstaat Minnesota. Bei diesem Bundesstaat muss ich zwar
noch nachschauen, mit wie vielen "n" und "s" er geschrieben wird - dafür
weiß ich dies: Seit dem 1. Juli 2011 ist Minnesota zahlungsunfähig.

Da gab es nämlich keine Fed, welche Anleihen dieses Bundesstaates
"kaufte" (mit selbst gedrucktem Geld, ist doch lächerlich!). Deshalb fährt
dieser Bundesstaat schon seit Sommer 2011 auf Sparflamme.
Schlaglöcher in den Straßen werden nicht erneuert, Nationalparks bleiben
geschlossen.

Als ich mich mit einem Rohstoff-Explorer näher beschäftigte, welcher dort
eine Kupfer-Mine eröffnen will, merkte ich: Die Genehmigung verzögert
sich seit Monaten, mittlerweile Jahren. Warum? Auch die zuständige
Behörde ist vom "Zwangsurlaub" ihrer Mitarbeiter betroffen!

Nun also das für die USA als Gesamtstaat, was ohne die Tricksereien der
Fed schon länger der Fall wäre. Im Grunde also eine ehrliche Sache. Und
hoffentlich ein "Schuss vor den Bug" = Warnung, dass es so eben nicht
weitergehen kann.

Es gibt ein so simples wie zutreffendes "Gesetz" des inzwischen
verstorbenen Ökonomen Herbert Stein, an den ich gerade denken
musste.

"If something cannot go on forever, it wont"
(Wenn etwas nicht für immer so weitergehen kann,
dann wird es das nicht)
Herbert Stein (1916-1999)


Mit herzlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel
Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur "Investoren Wissen"
Unternehmensbereich Investor Verlag
Koblenzer Straße 99
53177 Bonn
Telefon: 02 28 / 9 55 03 33
Fax: 02 28 / 82 05 57 56
Internet: http://www.investor-verlag.de/

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