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Thema: In Geld , Vermögen, Rente *** Das Märchen vom bösen Hedgefondsmanager
Michael Vaupel (offline)
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Beiträge: 93
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Mitglied seit: 21.11.2008

Deutschland
icon1   In Geld , Vermögen, Rente *** Das Märchen vom bösen Hedgefondsmanager #1 Datum: 24.04.2012, 19:25  

Das Märchen vom bösen Hedgefondsmanager

von Jürgen Nowacki

Mein Freund Axel, ein Dr. Ing., baut Autos. Ein echter Kumpel,
mathematisch ein Genie und ein Typ, der zu allem seinen Senf dazu gibt,
immerhin ist er Techniker mit Promotion. Er weiß natürlich genau, wie alles
in unserer Welt funktioniert beziehungsweise was alles so schief läuft,
zum Beispiel in der Wirtschaft.

Sein Lieblingsthema ist das Bankenbashing. Also das Abwatschen der
Banker, die in einer Branche arbeiten, die nichts schafft und nur kassiert -
im Gegensatz zur Zunft der Techniker, die seiner Meinung nach einem
ehrenwerten Beruf nachgehen.

Er hält mir also wieder einmal einen Vortrag darüber, dass es ja wohl
nicht mit rechten Dingen zugehen kann, wenn ein Hedgefondsmanager,
wie jetzt kürzlich in einer großen Wirtschaftszeitung zu lesen war, im
großen Stil gegen den Euro wettet.

Dazu muss ich etwas genauer auf den Zeitungsartikel, den Sie bestimmt
auch gelesen haben, eingehen.

Das Blatt beruft sich auf einen Insider, demzufolge John Paulson
angeblich mit seinen milliardenschweren Fonds, die er verwaltet, gegen
europäische Staatsanleihen wettet. Er verkaufe Staatsanleihen leer und
kaufe zur Absicherung CDS, also Kreditausfallversicherungen. Ganz
konkret sprach der Informant, der nicht genannt werden wollte, davon,
dass Paulson auf einen Anstieg des Risikoaufschlages spanischer
Staatsanleihen spekuliere.

Ich habe meinem Freund Axel dann erklären müssen, dass dieser
redaktionelle Artikel mangels stichhaltiger Fakten überhaupt keinen Sinn
ergibt und man sich fragen müsse, warum ein Fondsmanager seine
Strategie offenlegen sollte, wenn doch jeder Anfänger weiß, dass er sich
und seinem Fonds damit keinen Gefallen tut.

Oder würdest Du, habe ich Dr. Ing. Axel gefragt, in der Nachbarschaft
verbreiten, dass Dein Auto ständig Probleme macht und Du einen
Dummen suchst, der Dir die Karre abkauft?

Der Hedgefondsmanager ist normalerweise daran interessiert, für seine
institutionellen Kunden bei reduziertem Risiko und völlig geräuschlos eine
Überendite zu erzielen.

Er wird dazu einen Schutzwall aus Optionen und Leerverkäufen um seine
Investments installieren, damit seine Anleger - egal ob es rauf unter
runter geht - eine etwas höhere Rendite erzielen, als sie mit deutschen
Staatsanleihen zur Zeit verdienen können.

Also ein Beispiel, lieber Axel: Deine Lebensversicherung hat aufgrund der
etwas höheren Zinsen in spanische Staatsanleihen investiert. Jetzt, wo
das Risiko immer größer wird, dass Spanien Zins und Tilgung vielleicht
bald nicht mehr aufbringen kann und sich ein Desaster wie in
Griechenland widerholen könnte, wird der Manager einen Teil seines
Risiko absichern, indem er CDS, Credit Default Swaps
(Kreditausfallversicherungen) kauft, und das ist ein Hedge.

Ein Manager aber, der auf den Zusammenbruch einer Währung spekuliert,
wie seinerzeit der legendäre Georg Soros mit seinem Quantum Fonds
gegen das Britische Pfund, sollte nicht als Hedgefondsmanager
bezeichnet werden.

Soros ging gewaltige, mit Kredit finanzierte Risiken ein und bei solchen
gehebelten Geschäften bleiben etwa 50 Prozent aller Anleger auf der
Strecke.

Hier greift die Formel: Was ein Spieler gewinnt, muss ein anderer Spieler
verlieren, ähnlich wie am Roulettetisch (wenn wir die 0 einmal
unberücksichtigt lassen.)


Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt / M.A.
Chefredakteur Traders Daily
Unternehmensbereich Investor Verlag
Koblenzer Straße 99
53177 Bonn
Telefon: 02 28 / 9 55 03 33
Fax: 02 28 / 82 05 57 56
Internet: http://www.investor-verlag.de/
E-Mail: info@investor-verlag.de




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