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Thema: Im Literaten-Café *** Keine Rückkehr ohne Reue
elguerrillero (offline)
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Beiträge: 22
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Mitglied seit: 01.12.2011

Düsseldorf - Deutschland
icon1   Im Literaten-Café *** Keine Rückkehr ohne Reue #1 Datum: 12.10.2013, 18:56  

Keine Rückkehr ohne Reue

Als “Mehmet” 1989 in die Schlagzeilen geriet, begann eine intensive
Diskussion über den Umgang mit ausländischen Straftätern. Nun hat das
damalige Problemkind, welches zwischenzeitlich in die Türkei geflüchtet
war, ein Buch geschrieben und will zurück… nach Deutschland!






Muhlis Ari, wie Mehmet mit bürgerlichem Namen heißt, gibt zu seinem Buch
in Istanbul derzeit besonders gerne Interviews mit deutschen Medien.
Sein großes Ziel ist die Frankfurter Buchmesse, die ihm quasi die Tür nach
Bayern öffnen soll. Die deutschen Behörden verweigern ihm die Einreise
und was wie unnötige Härte klingt, ist in Wirklichkeit absolut verständlich.

Als Mehmet 12 Jahre alt war, erreichte er zunächst in Polizeiakten
Popularität. Diebstahl und Körperverletzung waren zu der Zeit nur zwei
seiner Delikte. In seinem Buch erklärt er dazu:”Mehmet zeigte dem Staat
seine Grenzen, er war minderjährig und konnte nicht bestraft werden.

Zudem ließ er sich weder vom Jugendamt, Sozialarbeitern oder Lehrern
helfen.” Heute sagt er dazu nur, dass es cool war, brutal zu sein.
Vielleicht war es seine Art Respekt einzufordern. Ist das Stolz?

Als er seinen 14. Geburtstag feierte endete dieser Abend wieder in purer
Gewalt. Er bekam eine Anklage und wird – da nunmehr strafmündig – zu
einem Jahr Haft ohne Bewährung verurteilt. Hier wollte der Staat handeln.

Da bayrische Landtagswahlen bevorstanden, ordnete Innenminister
Günter Beckstein die sofortige Ausweisung an. Statt Knast ging es nach
Istanbul.

Die Gerichte aber fanden keine Ruhe. Die Ausweisung wurde als
rechtswidrig eingestuft. Als das Bundesverwaltungsgericht Muhlis Ari
wieder die Einreise erlaubte, ist es 2002.

Der Deutsch-Türke reiste nach Deutschland und verspielte seinen letzten
Kredit. Zwei Jahre später zeigten ihn seine eigenen Eltern wegen
Körperverletzung und Diebstahl an. Urteil: 18 Monate auf Bewährung. Als
er Stundenzettel fälschte und das Gefängnis drohte, flieht Mehmet in die
Türkei.

Jetzt will Muhlis Ari wieder in Deutschland leben, doch was hat er aus der
Sache gelernt? Wenn man Auszüge seines Buches liest und sein Leben
betrachtet… NICHTS! Immer wieder stützt er sich auf kindliche Naivität
ohne nachgedacht zu haben!

Aus seiner Sicht hat er einfach nur viel Pech gehabt. Das aber reicht nicht
– auch im Gefängnis kann man nachdenken.



elguerillero



Ich bin ein Wanderer zwischen den Welten, habe in 4 verschiedenen Ländern gelebt
und festgestellt, dass die Wege und Ziele oft die gleichen sind.
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